OpenSource OpenSource Cluster mit Pacemaker (Teil II) Elegante Cluster-Administration mit der crm-Shell Hochverfügbarkeitslösungen werden in vielen unterschiedlichen Bereichen einge-setzt Dieser Artikel richtet sich an Administratoren, die sich mit den Funktionalitäten der aktuellen Version von Pacemaker vertraut machen wollen. und genutzt. In einer Reihe von ORDIX News Artikeln haben wir bereits über Hochverfügbarkeitslösungen berichtet. Mit diesem Artikel möchten wir die in der ORDIX News 3/2010 [1] begonnene Reihe zum Pacemaker Cluster unter Linux fortsetzen. crm – Eine Shell stellt sich vor Unter Heartbeat 2 hatte der Administrator zwei Möglichkeiten den Cluster zu konfigurieren und zu administrieren. Zum einen gab es eine Python GUI, die aber nicht alle Funktionalitäten abdeckte und an vielen Stellen fehleranfällig war. Die andere Möglichkeit bestand darin, mit Hilfe von XML-Schnipseln den Cluster zu administrieren und Änderungen durchzufüh-ren. stehenden Kommandos anzeigen lassen. Abbildung 1 zeigt die möglichen Hauptbe-fehle. Wie in Abbildung 1 dargestellt taucht im Shell-prompt crm(live)# auf. Hieran ist zu sehen, dass man mit der „Live“ Cluster Information Base (CIB) des Cluster verbunden ist. Ein weiteres Schmankerl von Pacemaker ist das Erstellen von sogenannten Shadow-CIBs. Hier können Cluster-Änderungen erst an einer Kopie der Konfiguration simuliert wer-den, Für die XML-Verwaltung standen dem Administrator viele Befehle zur Verfügung, die aber alle mit einer Vielzahl unterschiedlicher Optionen aufgerufen werden mussten. Unter Pacemaker hat nun ein neues Werk-zeug bevor sie an der Live-Umgebung durch-geführt werden. Ressourcen verwalten mit resource Über den Menüpunkt resource können vorhandene Cluster-Ressourcen verwaltet werden. Befindet man sich in der ROOT der crm-Shell, kann durch Eingabe des Befehls resource, bzw. alternativ mit „re“ [TAB] in das Untermenü resource gewechselt werden. Über verschiedene aussagekräftige Schlüssel-wörter zur Bedienung des Cluster Einzug ge-halten: die crm-Shell. Mit der crm-Shell ist es möglich, mit einem einzigen Kommando, unabhängig von graphischer Oberfläche und XML, den Cluster zu verwalten. Aufgerufen mit dem Befehl crm landet der Administrator im interaktiven Modus des Programms. Hier bekommt er einen Mechanismus zur auto-matischen Erweiterung von Eingaben mit der können nun die Ressourcen verwaltet Tab-Taste geboten. Was viele Administratoren und Benutzer unter der bash kennen gelernt haben, wurde auch hier von den Entwicklern umgesetzt. Ist ein Befehl eindeutig, fügt die Tab-Taste die rest-lichen werden. Ein weiterer Vorteil der crm-Shell ist, dass man keine Optionen benötigt, sondern immer durch Angabe eines Schlüsselwortes und eines Ressourcennamens eine Ände-rung innerhalb des Cluster erreicht. Zeichen automatisch ein. Ist der Begriff So kann mit start APACHE_GROUP die Apache-Gruppe gestartet werden, stop APACHE_GROUP hält eine Ressource an und restart APACHE_GROUP führt einen Neu-start noch nicht eindeutig, listet die Tab-Taste alle möglichen Erweiterungen auf, die zum aktu-ellen Namenskontext passen. Zusätzlich kann man sich jederzeit mit help die zur Verfügung der Ressource durch. Mit help können ORDIX News 4/2011 19